Freunde der DZB

E. T. A. Hoffmann
„Der Sandmann“

In E.T.A Hoffmans Novelle „Der Sandmann“, dem ersten Werk aus dem Zyklus der Nachtstücke, setzt sich der Student Nathanael mit den Ängsten aus seiner Kindheit und den Gefahren der Gegenwart auseinander.

Die Figur Coppelius aus seinem Albtraum, der ihn seit dem gewaltsamen Tod seines Vaters begleitet, taucht in der Gestalt des Linsenschleifers Coppola wieder auf und verführt ihn mit der Hilfe von Spalnzanis mechanischen Menschen Olimpia. Sein Leiden endet mit einem Sprung von einem Turm. Hoffmann war einer der bedeutendsten Autoren der Romantik und ist auch heute noch für seine Kunstmärchen bekannt. Oft zeigt er in seinen Geschichten „Menschen im Einflussbereich dunkler Mächte“. Wie es bei Romantikern üblich war, versuchte auch Hoffmann eine Welt zu erschaffen, in der Dinge möglich sind, die normalerweise unvorstellbar währen. Es ist bis zum Ende des Buches unklar, ob Nathanael unter Wahnvorstellungen leidet, oder ob Coppelius und/oder Coppola ihn mit raffinierten Tricks zu einem Selbstmord treiben.

Der am 24. Januar 1776 in Königsberg geborene Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann war eine der bedeutendsten Persönlichkeiten seiner Zeit und wegen seiner vielseitigen Interessen in Malerei, Musik und Literatur eine treibende Kraft der Romantik. Der studierte Jurist war von der Aufbruchstimmung zu Beginn des 19. Jahrhunderts begeistert und verfasste davon inspiriert seine ersten Stücke, die allerdings nie verlegt wurden. Seine künstlerischen (zunächst musikalischen) Neigungen lebte Hoffmann wegen seiner Anstellung bei verschiedenen Gerichten in Posen (Poznań), Plock (Płock) und Warschau nur in der Freizeit aus, wechselte aber 1808 an das Bamberger Theater. Zuvor hatte er im Alter von 29 Jahren seinen Vornamen Wilhelm in Amadeus abgeändert, um den 14 Jahre zuvor verstorben Mozart zu ehren.

Mit der Arbeit an verschiedenen deutschen Bühnen rückte immer mehr die Literatur in den Mittelpunkt. Erste Erfolge stellten sich 1815 mit der Geschichten-Sammlung »Fantasiestücke in Callots Manier« (»Ritter Gluck«, »Der goldene Topf«) ein. Auch spätere Werke bestanden oft aus einer Sammlung von Erzählungen, so beispielsweise die 1817 veröffentlichten »Nachtstücke« (»Der Sandmann«, »Das steinerne Herz«) oder auch »Die Serapionsbrüder« von 1821 (»Das Fräulein von Scuderi«, »Zacharias Werner«). Sein bekanntestes Werk ist der Roman »Die Elixiere des Teufels« von 1816. E. T. A. Hoffmann starb am 25. Juni 1822 in Berlin und hinterließ über 50 Romane und Erzählungen, ein Dutzend Bühnenstücke sowie knapp 20 Instrumental- und Gesangswerke.

Und eine literaturgeschichtliche Einordnung von E. T. A. Hoffmann gibt es in diesem Beitrag von BR alpha.

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